Die 10 besten SISTRIX-Alternativen 2026
SISTRIX ist stark – aber ab 119 € im Monat und mit klaren Grenzen bei Backlinks und internationalen Daten. Wir haben 10 Alternativen geprüft, alle Preise direkt beim Anbieter verifiziert und die Frage beantwortet, die auf den meisten Listen fehlt: Welches Tool ersetzt den Sichtbarkeitsindex wirklich?
SE Ranking ist die vollständigste Alternative: fast der komplette Funktionsumfang ab 87,20 € (Jahreszahlung) und 100 KI-Prompts täglich schon im Einstiegspaket. Wer aber vor allem den Sichtbarkeitsindex ersetzen will, ist bei XOVI (OVI, 99 € netto) oder PageRangers (PSI, faktisch 75 €) besser bedient – die beiden einzigen Tools im Vergleich mit einem echten domainweiten Index. Für Backlink-Tiefe bleibt Ahrefs die Referenz, bei kleinem Budget genügt Seobility ab 49,90 €.
Warum suchen Nutzer nach SISTRIX-Alternativen?
SISTRIX hat im deutschsprachigen Raum einen verdienten Ruf, und der Sichtbarkeitsindex ist seit Jahren die Währung, in der über Rankings gesprochen wird. Die Suche nach Alternativen hat in der Praxis vier wiederkehrende Gründe.
Der Preis. SISTRIX Start kostet 119 € im Monat, jeder zusätzliche Nutzer 24,90 €. Für Freelancer und kleine Teams ist das die Schwelle, an der andere Tools mit ähnlichem Funktionsumfang 30 bis 50 % günstiger sind.
Backlink-Tiefe. SISTRIX ist kein Linkbuilding-Tool. Wer Linkprofile systematisch aufbaut oder Wettbewerber-Backlinks in der Breite auswertet, stößt schnell an Grenzen, die Ahrefs mit 35 Billionen Links nicht hat.
Internationale Projekte. Täglich erhobene Daten gibt es bei SISTRIX für 13 Länder. Semrush deckt 142 Geo-Datenbanken ab, SE Ranking 188. Sobald mehr als DACH im Spiel ist, kippt die Rechnung.
Der Funktionsumfang pro Euro. Viele Teams brauchen Rank Tracking, Audit, Keyword-Recherche, Backlinks und Wettbewerbsanalyse in einem Abo. Genau dort setzen die All-in-One-Anbieter an.
Was kein guter Grund mehr ist: fehlendes KI-Tracking. SISTRIX verfolgt AI Overviews seit Mai 2025, dazu AI Mode, ChatGPT und Perplexity, mit eigenem KI-Sichtbarkeitsindex – ohne Aufpreis in allen Paketen, mit 100 bis 1.500 Prompts je Monat. Wer wegen KI-Suche wechseln will, sollte zuerst prüfen, ob das eigene Paket die Funktion nicht längst enthält.
SISTRIX selbst: Stärken, Schwächen und Preise
Ein fairer Vergleich beginnt beim Ausgangspunkt. SISTRIX kostet ab 119 € (Start) bis 799 € (Premium), Zusatznutzer 24,90 €. Das früher verbreitete Modulmodell mit Einzelpreisen gibt es nicht mehr – es sind vier Komplettpakete.
Stärken: der Sichtbarkeitsindex mit seiner langen Historie, die Datenqualität für Deutschland, ein vollwertiger On-Page-Crawler mit JavaScript-Rendering in allen Paketen – auch in Start – und seit Mai 2026 ein MCP-Zugang für alle Kunden ohne Credit-Verbrauch. Beim KI-Tracking ist SISTRIX weiter, als viele Vergleiche behaupten.
Schwächen: der Einstiegspreis, die dünne Backlink-Datenbank, die auf 13 Länder begrenzte tägliche Erhebung und ein API-Modell mit Wochen-Credits, die zwischen Exporten und Abfragen geteilt werden.
Nutzerbewertungen fallen solide aus: 4,4 auf G2 (20 Bewertungen), 4,5 auf Capterra (14) und 4,3 bei OMR Reviews mit 330 Stimmen – letzteres die aussagekräftigste Stichprobe für den deutschen Markt.
Der Sichtbarkeitsindex: welche Alternative ihn wirklich ersetzt
Das ist die Frage, an der die meisten Alternativ-Listen vorbeischreiben – und die für SISTRIX-Wechsler oft die einzige ist, die zählt. Wer seit Jahren in Indexpunkten berichtet, kann nicht einfach auf eine andere Kennzahl umstellen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen zwei völlig verschiedenen Dingen, die beide „Sichtbarkeit" heißen:
- Domainweiter Marktindex – berechnet auf einem festen Keyword-Set, historisch, für jede beliebige Domain abfragbar, auch für Wettbewerber, die man nie angelegt hat. Das ist das SISTRIX-Prinzip.
- Projektbezogener Sichtbarkeitswert – ein Prozentwert oder Score über die Keywords, die man selbst im Rank Tracker angelegt hat. Nützlich, aber eine andere Aussage: er misst das eigene Set, nicht den Markt.
Von den zehn hier verglichenen Tools bieten nur zwei einen domainweiten Index: XOVI mit dem OVI, in jedem Tarif enthalten und seit 2009 gepflegt, und PageRangers mit dem PSI – dort allerdings im Explorer-Modul, das 25 € auf den 50-€-Einstieg aufschlägt.
Alle übrigen – SE Ranking, Semrush, Ahrefs, Seobility, Mangools (Performance Index), Moz (Search Visibility) und Morningscore – arbeiten projektbezogen oder haben gar keine vergleichbare Kennzahl. Ryte führt mit dem WUX Score eine Website-Qualitätsmetrik, keinen Sichtbarkeitswert.
Und eine Erwartung sollte man fallen lassen: Die Zeitreihe lässt sich nicht fortschreiben. XOVI schreibt selbst, OVI und SISTRIX-Index seien „proprietäre Metriken und nicht direkt vergleichbar". Ein Wechsel bedeutet in jedem Fall einen Bruch in der Kurve – die Frage ist nur, ob danach überhaupt wieder ein Index existiert.
Unsere Bewertungskriterien
Wir haben jede Alternative entlang von fünf Dimensionen geprüft, die beim Wechsel von SISTRIX tatsächlich den Unterschied machen:
- Sichtbarkeitsindex-Ersatz: Gibt es eine domainweite, historische Kennzahl – oder nur einen Wert über das eigene Keyword-Set?
- Funktionsumfang im Einstiegspaket: Was ist ohne Zusatzmodule und Add-ons enthalten? Add-on-Preise rechnen wir in die Gesamtkosten ein.
- DACH-Datenqualität und Sprache: Deutsche Oberfläche, deutschsprachiger Support, belegbare Datenabdeckung für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
- KI-Sichtbarkeit: Welche Engines, wie viele Prompts – und ist das im Preis enthalten oder ein separates Produkt?
- Preistransparenz: Stehen die Preise öffentlich auf der Anbieterseite, oder muss man ein Angebot anfragen?
Alle Preis- und Funktionsangaben in diesem Vergleich haben wir am 21. August 2026 direkt auf den Anbieterseiten geprüft und jeweils dorthin verlinkt. Angaben, die ein Anbieter nicht öffentlich macht, kennzeichnen wir als solche statt sie zu schätzen. Preise ändern sich – maßgeblich ist immer die Anbieterseite.
Alle 10 Alternativen im direkten Vergleich
Die Spalte „Sichtbarkeitsindex“ unterscheidet den domainweiten Marktindex nach SISTRIX-Vorbild von projektbezogenen Sichtbarkeitswerten – das ist der wichtigste Unterschied für Wechsler. Preise sind Einstiegspreise, Stand 21. August 2026.
| Tool | Einstieg | Sichtbarkeitsindex | KI-Sichtbarkeit im Einstieg | Deutsch |
|---|---|---|---|---|
| SISTRIX (Referenz) | 119 € | Ja – Sichtbarkeitsindex | Inklusive, 100–1.500 Prompts | Ja |
| SE Ranking | 87,20 € (jährl.) | Nein (projektbezogen) | Inklusive, 100 Prompts/Tag | Ja |
| XOVI | 99 € netto | Ja – OVI | Add-on 29–39 € | Ja |
| PageRangers | 50 € / 75 € mit PSI | Ja – PSI (Explorer-Modul) | Add-on 79 €, 200 Prompts | Ja |
| Semrush | 139 $ | Nein (projektbezogen) | Add-on 99 $ je Domain und Nutzer | Ja |
| Ahrefs | 129 $ | Nein | Im Paket nur 5–20 Prompts | Oberfläche ja, Support nein |
| Seobility | kostenlos / 49,90 € | Nein | AI Overviews ja, LLM „bald“ | Ja |
| Mangools | 37,70 (jährl.) | Nein (Performance Index) | Inklusive, 500 Prompts | Nicht ausgewiesen |
| Morningscore | 69 $ | Nein (Traffic-Wert) | Inklusive, 10 Prompts | Ja |
| Ryte | nicht öffentlich | Nein (WUX Score) | Nicht dokumentiert | Ja |
| Moz Pro | 99 $ / 79 $ jährl. | Nein (projektbezogen) | Inklusive, 50 Prompts | Nein |
1. SE Ranking – die vollständigste Alternative
SE Ranking deckt von den hier verglichenen Tools den größten Teil des SISTRIX-Funktionsumfangs in einem einzigen Abo ab: Rank Tracking, Website-Audit mit JS-Rendering, Keyword-Recherche, Backlink-Analyse und Wettbewerbsanalyse. Der Einstieg Core kostet 87,20 € bei Jahreszahlung, 109 € monatlich – rund 27 % unter SISTRIX Start (119 €).
Der stärkste Punkt liegt bei der KI-Sichtbarkeit: fünf Engines (ChatGPT, Perplexity, Gemini, Google AI Mode, AI Overviews) mit 100 Prompt-Abfragen pro Tag schon im Core-Paket, ohne Aufpreis. Kein anderes Tool in diesem Vergleich liefert dieses Kontingent auf Einstiegsniveau. Zusatznutzer kosten ab 14,40 €, die Keyword-Datenbank umfasst über 5 Milliarden Keywords in 188 Geo-Datenbanken.
Was fehlt: ein domainweiter Sichtbarkeitsindex nach SISTRIX-Vorbild. Wer den Index als Reporting-Währung braucht, findet ihn hier nicht – dafür siehe XOVI und PageRangers weiter unten. Die Backlink-Datenbank ist mit 2,7 Billionen Links kleiner als bei Ahrefs oder Semrush.
Für wen: Freelancer, KMU und Agenturen, die den vollen Funktionsumfang zum niedrigsten Gesamtpreis wollen und mit einer projektbasierten Sichtbarkeitskennzahl statt eines Marktindex leben können.
2. XOVI – der echte Sichtbarkeitsindex-Ersatz
XOVI aus Köln ist die naheliegendste Antwort auf die Frage, die SISTRIX-Wechsler wirklich stellen: Gibt es den Sichtbarkeitsindex woanders? XOVI führt mit dem OVI eine eigene, seit 2009 gepflegte Sichtbarkeitsmetrik – domainweit, historisch, für jede beliebige Domain abfragbar, und in jedem Tarif enthalten. XOVI selbst schreibt dazu offen, beide Indizes seien „proprietäre Metriken und nicht direkt vergleichbar" – ein Umstieg bedeutet also einen Bruch in der Zeitreihe, nicht deren Fortsetzung.
XOVI Pro kostet 99 € netto pro Monat (zzgl. 19 % MwSt.), Business 149 €, Enterprise 499 €. Zusätzliche Vollzugriffs-Accounts kosten 30 €, Read-Only-Zugänge 10 €. Deutsche Oberfläche, deutschsprachiger Telefonsupport von Montag bis Freitag und 60 Minuten persönliches Onboarding sind inklusive – der Betreuungsgrad, den internationale Anbieter auf diesem Preisniveau nicht bieten.
Was fehlt: KI-Sichtbarkeit kostet extra. „XOVI AI" ist ein Add-on für 39 € regulär, aktuell 29 €, und deckt nur eine Domain mit zwei Berichten pro Monat ab. Wer KI-Tracking als Kernfunktion braucht, zahlt bei XOVI also 128 € statt 99 € – und liegt damit über SISTRIX.
Für wen: alle, für die der Sichtbarkeitsindex die Reporting-Währung ist und die deutschen Support wollen. Nicht für KI-Sichtbarkeit als Schwerpunkt.
3. PageRangers – modular, mit eigenem Index
PageRangers aus Köln ist das zweite deutsche Tool mit eigenem Sichtbarkeitsindex – dem PSI (PageRangers Sichtbarkeitsindex). Das Preismodell ist modular statt gestaffelt: Die SEO Suite startet bei 50 € pro Monat und enthält die Module Monitoring und Optimierung. Jedes weitere Modul kostet 25 € extra.
Der wichtigste Haken: Der PSI sitzt im Explorer-Modul, das im 50-€-Basispaket nicht enthalten ist. Für SISTRIX-Wechsler, die genau wegen des Index kommen, liegt der faktische Einstiegspreis damit bei 75 € pro Monat. Das ist immer noch der günstigste Weg zu einem deutschen Sichtbarkeitsindex, aber nicht der Preis, der auf der Website steht.
Die AI Suite kostet 79 € monatlich und ist mit 200 Prompt-Abfragen über sechs Systeme (ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude, Microsoft Copilot, Meta AI) das breiteste KI-Angebot im deutschen Feld – aber ein separates Produkt, nicht Teil des SEO-Einstiegs. Deutscher Telefonsupport, persönlicher Ansprechpartner und kostenloses Onboarding sind inklusive.
Was fehlt: Die Kontingente des Basispakets – Keywords, Projekte, Crawl-Volumen – nennt PageRangers auf den eigenen Seiten nicht. Wer plant, muss nachfragen.
Für wen: deutsche Projekte, die einen Sichtbarkeitsindex brauchen und nur die Module zahlen wollen, die sie nutzen.
Preise bei PageRangers ansehen
4. Semrush – für internationale Projekte
Semrush ist der Gegenentwurf zu SISTRIX: nicht DACH-Spezialist, sondern globale Plattform mit 28,8 Milliarden Keywords, 43 Billionen Backlinks und 142 Geo-Datenbanken. Wer über Deutschland hinaus arbeitet, findet hier die breitere Datenbasis. Der Einstieg SEO kostet 139 $ monatlich, Advanced 549 $, Zusatznutzer ab 45 $.
Zwei Dinge sollte man vor dem Wechsel wissen. Erstens: Semrush ist seit dem 28. April 2026 eine 100-prozentige Adobe-Tochter (1,9 Mrd. $, 12 $ je Aktie, NYSE-Delisting). Adobe spricht von „continued investment"; die Kunden-FAQ formuliert mit „no immediate changes" und „at this time" bewusst konditional – eine Zusage zu Preisen oder zum Erhalt bestehender Pläne gibt es nicht. Zweitens: Das AI Visibility Toolkit kostet 99 $ pro Monat je Domain und je Nutzer und enthält nur 25 Prompts. Bei zwei Nutzern und einer Domain sind das 198 $ zusätzlich – der teuerste KI-Zugang im Vergleich.
Für wen: internationale Projekte und Teams, die die größte Datenbasis brauchen und das Adobe-Risiko bewusst in Kauf nehmen.
5. Ahrefs – für den Backlink-Fokus
Wenn SISTRIX bei Backlinks an seine Grenzen stößt, ist Ahrefs die Antwort: 35 Billionen Backlinks und entsprechende Crawl-Tiefe. Für Linkbuilding und Wettbewerbsanalyse im Linkprofil gibt es keinen besseren Ersatz. Lite kostet 129 $, Enterprise 1.499 $.
Die Oberfläche gibt es auf Deutsch (15 Sprachen) – das deutsche Help Center ist allerdings leer und der Support antwortet nur auf Englisch. Eine Testphase existiert nicht; dafür ist Ahrefs Free (früher Webmaster Tools) dauerhaft kostenlos für eigene, verifizierte Domains und damit eines der großzügigsten Gratis-Angebote am Markt.
Beim KI-Tracking wird es eng: Brand Radar deckt sechs KI-Systeme und über 210 Millionen Prompts ab, im Paket sind aber nur 5 bis 20 eigene Prompts enthalten. Standalone kostet der Zugang 398 $ oder 699 $. Wer KI-Sichtbarkeit ernsthaft messen will, zahlt hier deutlich mehr als bei SE Ranking oder SISTRIX.
Für wen: Linkbuilding-Spezialisten und alle, deren Arbeit an der Backlink-Tiefe hängt. Nicht als Sichtbarkeitsindex-Ersatz und nicht bei Bedarf an deutschem Support.
6. Seobility – die günstigste deutsche Option
Seobility ist der preisgünstigste Ausweg: eine dauerhaft kostenlose Basis-Version, die bis zu 1.000 Seiten crawlt, und Premium für 49,90 € – weniger als die Hälfte von SISTRIX Start. Das deutsche Tool ist stark im technischen On-Page-Audit und in der Bedienbarkeit für Einsteiger.
Die Grenzen sind klar: Team-Accounts, White-Label, Export und JavaScript-Crawling gibt es erst im Agentur-Paket ab 179,90 €, nicht in Premium. Die API ist ebenfalls auf Agentur beschränkt und liefert keine Backlink-Daten. AI-Overview-Tracking ist live, das LLM-Tracking für ChatGPT und Gemini steht dagegen weiterhin als „Bald verfügbar" – es ist nicht nutzbar.
Für wen: kleine Websites und Einsteiger, die On-Page-Qualität in Ordnung bringen wollen. Kein Ersatz für SISTRIX bei Wettbewerbsanalyse, Sichtbarkeitsindex oder KI-Suche. Mehr im Seobility-Test.
7. Mangools – die Budget-Suite mit KWFinder
Mangools aus Bratislava bündelt mehrere Einzeltools – darunter das bekannte KWFinder – und kostet 37,70 pro Monat bei Jahreszahlung, 61,00 bei monatlicher Abrechnung (Basic). Die Währung wird regionsabhängig ausgeliefert; identische Zahlenwerte erschienen im Test einmal als EUR und einmal als USD, den tatsächlichen Betrag sieht man erst im Checkout.
Bemerkenswert ist die KI-Abdeckung: AI Search Watcher PRO ist in allen Tarifen enthalten, auch im günstigsten – mit 500 überwachten Prompts über acht LLMs. Das ist auf diesem Preisniveau das beste KI-Kontingent im Vergleich. SERPWatcher liefert mit dem Performance Index eine Sichtbarkeitskennzahl aus Positionen und Suchvolumen; sie bezieht sich allerdings nur auf das eigene Keyword-Set, nicht auf den Markt.
Was fehlt: Keine deutsche Oberfläche und kein deutschsprachiger Support – beides ist auf den Anbieterseiten nirgends ausgewiesen. Im Basic-Tarif sind zudem keine zusätzlichen Nutzer möglich; Extra-Seats gibt es erst ab Premium und sie teilen die Limits des Hauptkontos.
Für wen: preissensible Einzelkämpfer mit Fokus Keyword-Recherche und KI-Monitoring, die mit englischer Oberfläche arbeiten.
8. Morningscore – SEO als Euro-Wert
Morningscore aus Odense in Dänemark übersetzt Rankings in Geld: Die Kernmetrik beziffert, „was Sie für Google Ads zahlen müssten, um denselben Traffic zu bekommen". Für die Berichterstattung an Geschäftsführer ist das eine deutlich zugänglichere Zahl als ein Indexwert. Lite kostet 69 $ monatlich (2 Nutzer, 3 Websites, 100 Keywords), Premium 299 $; Jahreszahlung spart zwei Monate.
KI-Sichtbarkeit ist in jedem Tarif enthalten – GEO Score, AI-Overviews-Tracker, Prompt-Tracker und ChatGPT-Tracking, im Einstieg mit 10 Prompts und 100 AI-Credits. Website und Tool-Oberfläche sind auf Deutsch verfügbar, der Support arbeitet Mo–Fr von 9 bis 16 Uhr MEZ (Sprache nicht zugesichert).
Was fehlt: ein Sichtbarkeitsindex. Die Morningscore-Metrik ist ein Traffic-Wert, kein Marktindex – wer die SISTRIX-Kurve fortschreiben will, findet sie hier nicht. Gecrawlt werden laut Anbieter nur Google und ChatGPT.
Für wen: kleine Teams und Freelancer, die Ergebnisse in Euro statt in Indexpunkten berichten wollen.
Preise bei Morningscore ansehen
9. Ryte – nur noch mit Einschränkung
Ryte aus München war jahrelang der deutsche Maßstab für On-Page-Qualität. Vor einem Wechsel gehört allerdings ein Fakt auf den Tisch: Ryte wurde am 12. Juli 2024 von Semrush übernommen – laut Rytes eigenem Newsroom soll die Technologie in Semrushs Enterprise-Plattform aufgehen. Da Semrush seit April 2026 zu Adobe gehört, ist Ryte heute Teil eines US-Konzerns.
Praktische Folgen, die auf den eigenen Seiten nachprüfbar sind: Es gibt keine öffentlichen Preise und keinen Selbstbedienungs-Kaufweg mehr – nur noch die Pakete „Enterprise" und „Partner" auf Anfrage. Die Produktseiten zeigen G2-Badges aus dem Sommer 2022, und KI-Sichtbarkeit ist auf keiner Produktseite dokumentiert. Die zentrale Kennzahl ist der WUX Score (Website User Experience, 0–100) – eine Qualitätsmetrik, kein Sichtbarkeitsindex.
Für wen: Enterprise-Projekte mit Budget für ein Angebot und Schwerpunkt auf technischer Website-Qualität. Nicht empfehlenswert, wenn Preistransparenz, KI-Sichtbarkeit oder eine erkennbare Produkt-Roadmap zählen.
10. Moz Pro – für DACH-Projekte nicht geeignet
Moz steht auf vielen internationalen Alternativ-Listen – auf einer deutschen gehört es mit einer klaren Warnung dazu. Standard kostet 99 $ monatlich (79 $ jährlich), darunter liegt ein Starter-Tarif für 49 $, oben Large mit 299 $. Zusatznutzer kosten 49 $ je Platz. Mit Search Visibility gibt es eine Sichtbarkeitskennzahl, die aber nur die selbst getrackten Keywords einer Kampagne abdeckt.
Der Ausschlussgrund steht im eigenen Help Hub: „Monthly volume as a single number is limited to US, CA, AU, and UK." Deutschland wird als abgedeckter Markt nirgends genannt, und zu internationalen Rankings schreibt Moz selbst von „limited data available". Für ein Tool, das SISTRIX im deutschsprachigen Raum ersetzen soll, ist das disqualifizierend. Eine deutsche Oberfläche oder deutschsprachigen Support gibt es ebenfalls nicht.
KI-Sichtbarkeit ist immerhin ab Standard enthalten: 1 Dashboard, 50 Prompts, zwei Modelle (GPT und Gemini). Moz gehört inzwischen zu Ziff Davis und ist damit kein eigenständiger Anbieter mehr.
Für wen: englischsprachige Märkte. Für DACH-Projekte keine sinnvolle SISTRIX-Alternative – wir führen es auf, damit die Entscheidung auf Daten und nicht auf Bekanntheit beruht.
Häufige Fragen
Was ist die beste Alternative zu SISTRIX?
Das hängt davon ab, warum man wechselt. Für den größten Funktionsumfang pro Euro ist es SE Ranking (ab 87,20 € bei Jahreszahlung). Wer den Sichtbarkeitsindex als Reporting-Währung ersetzen muss, kommt an XOVI (OVI, 99 € netto) oder PageRangers (PSI, faktisch 75 €) nicht vorbei – sie sind die einzigen beiden Tools im Vergleich mit einem echten domainweiten Index. Für Backlink-Tiefe bleibt Ahrefs die Referenz.
Gibt es den Sichtbarkeitsindex auch bei anderen Tools?
Ja, aber nur bei zweien der zehn geprüften Alternativen: XOVI mit dem OVI und PageRangers mit dem PSI. Beide sind domainweit und historisch, also im Prinzip wie der SISTRIX-Index. Direkt vergleichbar sind die Werte allerdings nicht – XOVI schreibt selbst, es handle sich um „proprietäre Metriken und nicht direkt vergleichbar“. Die Zeitreihe beginnt beim Wechsel also neu.
Gibt es eine kostenlose SISTRIX-Alternative?
Vollwertig nicht. Seobility bietet eine dauerhaft kostenlose Version, die bis zu 1.000 Seiten crawlt, und Ahrefs Free gibt dauerhaft Zugriff auf Audit und Backlinks der eigenen, verifizierten Domains. Beides ersetzt kein Rank Tracking über viele Keywords und keine Wettbewerbsanalyse. Einen Überblick über die Gratis-Welt gibt unser Beitrag zu den kostenlosen SEO-Tools.
Ist SISTRIX zu teuer?
119 € für den Einstieg sind kein Ausreißer, aber am oberen Rand. SE Ranking liegt mit 87,20 € (Jahreszahlung) rund 27 % darunter und bietet mehr Funktionen, Seobility Premium kostet 49,90 €, Mangools 37,70 bei Jahreszahlung (Währung regionsabhängig). Entscheidend sind die Gesamtkosten: Bei SISTRIX kostet jeder Zusatznutzer 24,90 €, bei SE Ranking ab 14,40 €. Umgekehrt ist KI-Tracking bei SISTRIX inklusive, während XOVI, Semrush und PageRangers dafür Add-ons berechnen.
Lohnt der Wechsel wegen KI-Sichtbarkeit?
Meist nicht. SISTRIX trackt AI Overviews seit Mai 2025, dazu AI Mode, ChatGPT und Perplexity mit eigenem KI-Sichtbarkeitsindex – ohne Aufpreis in allen Paketen. Mehr Prompts auf Einstiegsniveau bieten nur SE Ranking (100 pro Tag) und Mangools (500 pro Monat). Bei Semrush und Ahrefs wird KI-Tracking dagegen deutlich teurer.
Was ist mit Ryte und Moz?
Beide würden wir für DACH-Projekte nicht empfehlen. Ryte wurde im Juli 2024 von Semrush übernommen, hat keine öffentlichen Preise mehr und dokumentiert keine KI-Funktionen. Moz begrenzt laut eigenem Help Hub die Suchvolumen-Daten auf US, CA, AU und UK – Deutschland wird nicht als abgedeckter Markt genannt.
Fazit
Es gibt keine Alternative, die SISTRIX in allem ersetzt – aber für jeden Wechselgrund eine passende. Wer mehr Funktionen für weniger Geld will, nimmt SE Ranking: 87,20 € bei Jahreszahlung statt 119 €, dazu 100 KI-Prompts täglich im Einstieg. Wer den Sichtbarkeitsindex braucht, hat genau zwei Optionen – XOVI und PageRangers – und sollte einkalkulieren, dass die Zeitreihe neu beginnt. Für Backlinks führt kein Weg an Ahrefs vorbei, für kleine Budgets genügt Seobility.
Und der ehrlichste Rat zuerst: Prüfen Sie, ob Ihr SISTRIX-Paket nicht längst kann, was Sie vermissen. Beim KI-Tracking ist das erstaunlich oft der Fall. Den Gesamtüberblick über den Markt liefert unser Vergleich der besten SEO-Tools 2026.